Artist Statement
Meine Malerei beginnt dort, wo sich Körper verwandeln: zwischen Mensch und Tier, Kostüm und Haut, Traum und Wirklichkeit. Die fragilen Gestalten, Pferdewesen und hybriden Existenzen führen ein Eigenleben, das Humor und Verletzlichkeit verbindet.
Mich interessiert der Moment, in dem ein Bild sich auflöst und neu formt: wenn Farbe zu Haut wird, wenn Präsenz und Abwesenheit ineinanderlaufen, wenn ein Körper gleichzeitig Objekt und Abjekt ist.
Ausgangspunkt der mit Tusche gemalten Selbstporträts waren Bildvorlagen aus Mode und Kunstgeschichte. Ich habe Ausdrucksweisen maskuliner und repräsentativer Selbstdarstellung übernommen und mit Themen wie Erschöpfung, Altern und Formen des Berührt‑Seins – Sensibilität, Intimität, aber auch Humor – neu interpretiert. Diese Neukodierung zeigt sich auch in der malerischen Technik.
Bei den großen Tuschebildern gebe ich teilweise die Kontrolle ab: die Farben fließen ineinander, entziehen sich, bilden freie Formen und manchmal auch schöne Unfälle.
Die Ölbilder dagegen entstehen in Schichten, die Spuren von Entscheidungen, Übermalungen und Suchbewegungen tragen. Mitunter fühlt es sich an, als würde ich die Figuren nicht malen, sondern freilegen.
In dieser Spannung zwischen Impuls und Langsamkeit entsteht das, was mich interessiert: das Lebendige im Moment seiner Verwandlung.
Artist Statement
My painting begins where bodies transform: between human and animal, costume and skin, dream and reality. The fragile figures, horse-like beings, and hybrid entities lead a life of their own that blends humor and vulnerability.
I am interested in the moment when an image dissolves and reforms: when color becomes skin, when presence and absence merge, when a body is simultaneously object and abject.
The starting point for the self-portraits painted in ink were visual references from fashion and art history. I have adopted modes of masculine and representational self-expression and reinterpreted them through themes such as exhaustion, aging, and forms of being touched—sensitivity, intimacy, but also humor. This recoding is also evident in the painterly technique.
In the large ink paintings, I partially relinquish control: the colors flow into one another, elude me, form free shapes, and sometimes even create beautiful accidents.
The oil paintings, on the other hand, are created in layers that bear the traces of decisions, overpainting, and exploratory movements. At times, it feels as though I am not painting the figures, but rather uncovering them.
In this tension between impulse and slowness, what interests me emerges: the living essence in the moment of its transformation.